OFB Achim - Bollen

OFB Achim - Bollen

Die MAUS dankt Herrn Heinz Früchtenicht für die Bereitstellung der Daten.
Fragen, Ergänzungen und Korrekturen bitte direkt an den Autor.

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Dieser Bericht und sämtliche darin enthaltene Informationen dürfen ohne Einverständnis des Autors Heinz Früchtenicht nicht verwendet werden. Erzeugt 17.09.2017 mit Ortsfamilienbuch© von Diedrich Hesmer, basierend auf "achim_bollen_2017_09_u.ged"

Achim - Bollen

Gedenkstein 900 Jahre Bollen ©Reinhard Dietrich

Der dicht an der Weser gelegene Ort Bollen ist heute ein Teil der Stadt Achim und gehört zu Niedersachsen, liegt aber direkt an der Grenze zu Bremen.
Er gehörte bis weit in das 20. Jahrhundert zum Kirchspiel Arbergen,, zusammen mit den weiter landeinwärts auf dem Geestrücken gelegenen Ortschaften Uphusen ( heute ebenfalls zu Achim ), Mahndorf, Arbergen und Hemelingen, wobei die letztgenannten 3 früheren Dörfer heute Stadtteile von Bremen sind.
Die ältesten urkundlichen Vorkommen des Ortes Bollen liegen etwa 900 Jahre zurück ( vgl. Reinhard Dietrich, Heimatkalender für den Landkreis Verden 2011). Der Ort war geprägt durch seine Landwirtschaft sowie vor allem durch die Weser, lag er doch ständig mitten im Überschwemmungsgebiet des Flusses. Bis nach dem 2. Weltkrieg existierte noch eine Fähre, die vor allem den Bollener Bauern zum Erreichen ihrer auf der anderen Weserseite gelegenen Ländereien diente, die eine vor Jahrhunderten erfolgte Änderung des Flusslaufes abgetrennt hatte. So kam es auch dazu, dass noch bis in die Neuzeit ein Hirtenhaus am sogenannten „Boller Holz“ auf der linken Weserseite sowie ein Vollmeierhof ( Rathswiehe ) zur Kirchengemeinde Arbergen gehörten.
Dieses Ortsfamilienbuch bildet den Anfang einer Reihe , die anschließend auch die oben genannten übrigen Ortschaften des früheren Kirchspiels Arbergen erfasst. Es soll bewusst allein auf die Familien/Personen begrenzt werden, die in Bollen gelebt haben, wobei bei auf Verbindungen zu den anderen Orten des Kirchspiels immer hingewiesen wird, sodass der Anschluss im jeweiligen anderen Ortsfamilienbuch leicht zu finden ist.
Die Ortsfamilienbücher der übrigen Orte des Kirchspiels sind inzwischen auch alle bis zum Ende des 19. Jahrhunderts erfasst, am OFB Hemelingen, das bis etwa 1860 fertig ist, wird noch gearbeitet.
Als Quellen dienten mir die Arberger Kirchenbücher, die ab 1663, zuerst leicht lückenhaft, geführt wurden und jahrzehntelang als verschollen galten, weil sie während des 2. Weltkrieges in ein Bergwerk nach Mitteldeutschland ausgelagert waren und im Gegensatz zu anderen Bremer Archivalien anschließend nicht im Zentralen Staatsarchiv der damaligen DDR in Potsdam wieder aufgetaucht waren. Statt dessen kamen sie
im Zuge der „Perestroika“ Anfang der 90er Jahre überraschend aus Moskau zurück nach Bremen und wurden anschließend durch das Staatsarchiv verfilmt und kopiert. Allerdings sind einige Teile völlig unleserlich, wo ich das meiste aber glücklicherweise rekonstruieren konnte.

Luftaufnahme von Bollen ©Andreas Honemann

Inzwischen konnte ich die Kirchenbücher vollständig auswerten bis 1877 ( Heiraten ), 1898 ( Geburten ) und 1891 ( Sterbefälle ). Leider ist das Kirchenbuch mit den Heiraten nach 1877 bisher unauffindbar geblieben, aber bei den später beurkundeten Geburten sind immer auch die Namen der jeweiligen Mütter mit angegeben. Wenn dieses Ortsfamilienbuch Bollen dennoch viele später gegründete Familien mit einbezieht, ist dieses dank der akribischen Arbeit des Bollener Heimatforschers Reinhard Dietrich möglich geworden, der vor Ort unermüdlich recherchiert hat und auch die nach 1875 existierenden standesamtlichen Daten mit erfasst hat. Ihm sei an dieser Stelle besonders gedankt. Sollten dennoch Daten aus neuerer Zeit fehlen,  bin ich für Ergänzungen jederzeit dankbar.
Ferner habe ich den größten Teil der im Niedersächsischen Staatsarchiv in Stade existierenden Quellen für die Zeit vor dem Beginn der Kirchenbücher verwertet und dabei dankend die Hilfe von Reinhard Dietrich, Bollen, in Anspruch nehmen dürfen, wie auch die in früheren Jahren geleistete Fleißarbeit der leider schon verstorbenen Forscherfreunde Hermann Bruns und Heinrich Martens, beide Arbergen, sowie Egon Feldmann, Mahndorf.
Schließlich konnte ich viele Daten ergänzen dank der Excel-Dateien für das benachbarte Kirchspiel Achim, die uns Ulrich Budler, Achim, dankenswerter Weise verfügbar gemacht hat.
Viele andere Forscherfreunde halfen aus mit Daten aus angrenzenden Kirchspielen wie Thedinghausen, Lunsen, Riede, Weyhe, Daverden  usw. Ihnen allen sei hier gedankt und gleichzeitig die Bitte ausgesprochen,
etwaige Ergänzungen und/oder Korrekturen anzubringen.

Bremen, im Dezember 2016
Heinz Früchtenicht