OFB Bremen - Hemelingen

OFB Bremen - Hemelingen

Die MAUS dankt Herrn Heinz Früchtenicht für die Bereitstellung der Daten.
Fragen, Ergänzungen und Korrekturen bitte direkt an den Autor.

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Dieser Bericht und sämtliche darin enthaltene Informationen dürfen ohne Einverständnis des Autors Heinz Früchtenicht nicht verwendet werden. Erzeugt 27.10.2018 mit Ortsfamilienbuch© von Diedrich Hesmer, basierend auf "2018-10_bremen_hemelingen_korr_u.ged"

Bremen - Hemelingen

©Ev.-luth. Kirche Hemelingen

Der heutige Bremer Stadtteil Hemelingen gehörte bis 1890 zum Kirchspiel Arbergen. Dieses Ortsfamilienbuch  schließt nun die schon existierende Reihe der übrigen zu diesem Kirchspiel gehörenden Orte Arbergen, Mahndorf, Uphusen und Bollen ab, deren Ortsfamilienbücher ich früher schon erstellt hatte.

Vor vier Jahren wurde des 775-jährigen Bestehens des ehemaligen Dorfes Hemelingen gedacht, obwohl anzunehmen ist, dass der Ort schon wesentlich früher besiedelt gewesen ist, gelegen auf der sogenannten Weserdüne zwischen Verden und Bremen. Für die Zeit vor 1800 war Hemelingen von der Bevölkerungszahl her der zweitgrößte Ort des Kirchspiels Arbergen nach Arbergen  selbst, gefolgt danach von Uphusen, Bollen und Mahndorf. Diese Reihenfolge sollte sich dann später allerdings ganz entscheidend ändern. 1939 wurde Hemelingen zusammen mit Arbergen und Mahndorf nach Bremen eingemeindet.

Der augenblickliche Stand meiner Arbeit lässt sich so darstellen, dass alle in Hemelingen gegründeten Familien bis etwa 1885 erfasst sind. Dabei ist Hemelingen nicht zu verwechseln mit dem heutigen Ortsamtsbezirk Bremen-Hemelingen, der auch andere bremische Stadtteile beinhaltet, sondern es handelt sich um die frühere Ortschaft Hemelingen, die bis 1890 zum Kirchspiel Arbergen gehörte, danach dann selbständiges Kirchspiel wurde. Geburts- und Sterbedaten zwischen 1885 und 1890 sind hier noch nicht erfasst, können aber in meinen Excel-Dateien im internen Verzeichnis der „ Maus“ eingesehen werden. Deren Weiterführung nach 1885 in diesem Ortsfamilienbuch wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil die Ortschaft Hemelingen durch die zunehmende Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts und Wandlung von einem Bauerndorf in einen Industrievorort einen enormen Bevölkerungszuwachs erfuhr.

Als Quelle dienten mir die Arberger Kirchenbücher, die ab 1663, zunächst lückenhaft, vorhanden sind, oder besser gesagt, wieder vorhanden sind, nachdem sie jahrzehntelang infolge der Wirren des 2. Weltkrieges als verschollen galten  Für die Zeit vor Beginn der Kirchenbücher wurden zahlreiche im Niedersächsischen Staatsarchiv Stade lagernde Archivalien herangezogen, bei denen es sich meistens um Steuerlisten, Musterungslisten oder Volkszählungen handelte. Darin sind meistens nur männliche erwachsene Personen als Inhaber von Hofstellen aufgeführt. Deren Geburtsjahr ist dementsprechend oft nur grob zu schätzen gewesen.

Die leider schon verstorbenen Forscher Heinrich Martens, Hermann Bruns und Egon Feldmann hatten mit immensem Fleiß versucht gehabt, diese Quellen auszuwerten und zuzuordnen, auf ihre Arbeiten konnte ich dankenswerter Weise zurückgreifen. Die Arbeit von Friedrich Rauer „Hemelingens Straßen, Ihre Geschichte“ ermöglichte mir zudem, die Familien bestimmten Höfen zuzuordnen. Für die Zeit vor den Kirchenbüchern hatten die schon erwähnten Forscher Martens  und Bruns ähnliches versucht, was aber nahezu unmöglich erscheint und mit großen Unsicherheiten behaftet ist. Es soll daher jedem Nutzer selbst überlassen bleiben, sich in diesem Falle seine eigene Ansicht zu bilden.

Auch gilt mein Dank vielen fleißigen Forscherfreunden der „Maus“, die mir geholfen haben, Daten von Personen aus anderen Kirchspielen, die nach Hemelingen gekommen sind, zu ergänzen. Naturgemäß spielt dabei die Arbeit von Ulrich Budler für das angrenzende Kirchspiel Achim eine ganz wesentliche Rolle.

In neuerer Zeit erfolgte dann ein vermehrter Zuzug von Personen aus umliegenden  Landgemeinden, wobei mir etliche weitere Forscherfreunde mit Daten halfen, insbesondere Karin Wilkens, Marie Renken, York Soltmann, Wolfgang Polley, Heinz-Hermann von Salzen und viele weitere, denen allen an dieser Stelle zu danken ist.

Die oben erwähnte Jahreszahl 1885 bedeutet grob genommen Heiratsdatum oder angenommenes Gründungsdatum einer Familie, d.h. später geborene Kinder wurden logischerweise mit erfasst. In Einzelfällen tauchen später gegründete Familien dank gelegentlicher Informationen aus Forscherkreisen mit auf.

Seit kurzem hat die „Maus“ auf ihrer Internetseite die Registerdaten des Standesamts mit veröffentlicht, die mir insofern eine Hilfe sind, als bei den Arberger Kirchenbüchern leider die Heiratsregister nach 1877 fehlen. Ich habe in vielen Fällen bei späteren Sterbedaten die Registernummern mit angegeben, unter denen Interessierte diese Angaben finden könnten. Dabei kann es wegen häufig mehrfach auftretenden Namen zu Verwechslungen gekommen sein, für Berichtigungen oder Ergänzungen bin ich deshalb stets dankbar.

Bremen, im Oktober  2018
Heinz Früchtenicht